Bastelblog mit HerzAnkern in Beton

Unglaublich wie sich die Corona-Pandemie auf Familienleben und Arbeit auswirkt. Mit drei Kindern zuhause kam ich wirklich nur zum Nötigsten und auch jetzt noch, ist alles nicht beim Alten. Nun gut, wir machen das Beste daraus und schauen nach vorn oder wie in diesem Beitrag zurück, denn ich habe da noch ein paar Beiträge zum Thema maritime Hochzeit nachzuholen.
Bei uns im Freundeskreis ist es Brauch, dem frisch gebackenen Brautpaar den Weg in das Ehebett zu versperren und zu dekorieren. Nein, wir sägen keine Bettbeine an. Wir sind netter … manchmal. 😂
Zur maritimen Hochzeit passt natürlich der Anker, das Brautpaar ankerte ja im Hafen der Ehe. Ein schwerer Anker musste also her, mit dem man die Tür blockieren kann. Da fiel mir gleich das Material Beton ein, mit dem man fast jede Form füllen kann und man hat ein steinhartes und schweres Ergebnis. Denn einen gusseisernen Anker hier in Zeulenroda zu bekommen wäre nicht so einfach gewesen.
Die Form, sollte mich vor die erste Hürde stellen. Die Vorlage für den Anker hatte ich mir in der gewünschten Größe ausgedruckt, zusammengeklebt und ausgeschnitten. Doch wie bekomme ich den Anker in die Dredimensionalität?
Im Modellbau habe ich schon öfters mit Schaum und Styropor gearbeitet. Die Vorlage hatte ich darum auf eine 10 cm tiefe Styroporplatte aufgezeichnet und mit der Styrocut, einem heißen Draht (damit die Ränder nicht ausfranzen) ausgeschnitten. Die Schaumkunststoffplatten nutzt man eigentlich zum Dämmen von Häusern, man bekommt sie im Baumarkt. Ist dieser Schritt getan hat man schon einmal die Form für den Anker aus Beton fertig.

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Je nachdem wie die rückseitige Oberfläche des Ankers nach dem Ausgießen mit Beton beschaffen sein soll, sucht man sich eine Unterlage. Ein großes Holzbrett oder wie in meinem Fall ein großes Blech, für eine glatte Oberfläche. Darauf legte ich die Ankerform aus Styropor und beschwerte sie.
Im letzten Schritt besorge man sich einen lieben Maurer der gerade in der Nähe arbeitet und den Anker mit Beton füllt. Sollte der Maurer, in meinem Fall war es mein Papa 😊, nicht zur Hand sein, kann man sich den Beton im Baumarkt besorgen und selbst anrühren. Ich würde aber keinen Schnellbeton nehmen, damit man genügend Zeit hat die Ankerform zu füllen. Schön sehen bestimmt auch eingearbeitete Steine oder Muscheln aus … das werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.
Nachdem der Beton getrocknet war, habe ich die Form aus dem Schaum leider zerstören müssen, damit ich den Anker aus Beton freilegen konnte. Nach kleinen Schönheitskorrekturen – das Styropor klebte in jeder Ritze – konnte der Anker als Türblockade eingesetzt werden.

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Die Überraschung kam natürlich gut an, nach erstem Schock und Mühe ins langersehnte Bett zu kommen. 😄 Auch heute noch hat das Brautpaar Freude am Anker und verbindet damit schöne Erinnerungen an einen ganz besonderen Tag.

Kreative Grüße
Katrin